Pyrometer in Kühlgehäuse misst Bramme

Anwendungen

Der Einsatz von Pyrometern ist immer dann gefragt, wenn Prozesse überwacht und optimiert werden sollen. Eine kontinuierliche Temperatur­überwachung mit Pyrometern ermöglicht das Erkennen von Temperatur­abweichungen, um damit ein qualitativ hochwertiges Endprodukt zu erzeugen.

Das zu messende Material bestimmt den Pyrometer-Spektralbereich, die aufgeführten Anwendungsbereiche führen zu einer Pyrometerempfehlung. Lassen Sie sich für Ihre Anwendung oder bei komplizierten Messaufgaben beraten.

Laser beim Auftragsschweißen

Pyrometer zur Laser­prozess­kontrolle und Temperatur­reglung

Highspeedpyrometer mit einem integrierten Regler messen die Temperatur und kontrollieren damit zeitgleich ein vorgegebenes Temperaturniveau. Die geregelte Laserleistung sorgt damit für eine gleichbleibende Qualität am bearbeiteten Werkstück und zwar auch da, wo z.B. sonst durch schnell wechselnde Lasertrahlführungen Temperaturunstetigkeiten entstehen würden.

pdf-Icon Datenblatt Laserleistungsreglung

Bolzen, der gerade induktiv erwärmt wird

Induktive Erwärmung

Ein Pyrometer zusammen mit einem PID-Programm-Temperaturregler REGULUS bietet die schnellste und effizienteste Methode, Temperaturänderungen am induktiv erwärmten Bauteil sehr schnell zu erfassen und direkt eine 0-10 V-Stellgröße zur Steuerung des Hochfrequenzgenerators auszugeben.

pdf-Icon Datenblatt REGULUS RD / RF: PID-Programm-Temperaturregler

Mehr Erfahren

Die induktive Erwärmung hat sich als schnelle und effiziente Methode zur Erwärmung metallischer Teile in der industriellen Fertigung etabliert. Moderne Induktionsanlagen erzeugen gezielt und schnell die zum Löten notwendige hohe Werkstücktemperatur.
Diese Temperatur gilt es möglichst exakt und gleichmäßig zu erreichen und für die geforderte Zeit zu halten, um nicht das Materialgefüge zu verändern oder gar zu zerstören. Die optimale Lösung dafür liegt in der schnellen berührungslosen Temperaturmessung mit Pyrometern sowie der Regelung mit speziellen pyrometeroptimierten PID-Reglern.

Mit einer Kombination aus Pyrometer und PID-Programm-Temperaturregler lassen sich

  • Temperaturänderungen am induktiv erwärmten Bauteil sehr schnell erfassen und
  • Eine kontinuierlich angepasste Stellgröße zur Steuerung des Hochfrequenzgenerators ausgeben

Mit einem PID-Programm-Temperaturregler REGULUS können Sie

  • Im manuellen Modus einen Sollwert anfahren und Regeln
  • Im Programmmodus der Reihe nach verschiedene Sollwerte direkt oder rampen- oder zeitgesteuert anfahren
  • Bei neuen Bauteilen und Induktoren automatisch sinnvolle Anfangswerte für die Regelparameter P und I erkennen und berechnen lassen
  • Alle Prozesse über enthaltene Software visuell mitverfolgen, speichern und nachträglich in Ruhe auswerten.
  • Viele weitere Anpassungen an jede nur mögliche Erwärmungsaufgabe vornehmen

Unsere Pyrometerempfehlung:

pdf-Icon SIRIUS SI23 ist ein Einfarbenpyrometer mit Messbereichen ab 50°C, 5 ms Einstellzeit und Messfeldern ab 1,3 mm, Laserpilotlicht als Ausrichthilfe und einem Festobjektiv mit veränderbarer Linsenposition zum Anpassen des Fokusabstandes.
pdf-Icon METIS M323, M318, M316 oder M309 sind Einfarbenpyrometer mit Messbereichen ab 50, 100, 200 oder 550°C, 1 ms Einstellzeit, sehr kleinen Messfeldern ab 0,4 mm, mit fokussierbarem Objektiv und Laserpilotlicht, Duchblickvisier oder Kameramodul als Ausrichthilfe.

Flüssiges Metall wird in 2 Behälter gegossen

Gießstrahl­überwachung

Intelligente Pyrometer mit Gießstrahlmodus erfassen und erkennen automatisch den gesamten Gießvorgang und geben pro Abguss eine Durchschnittstemperatur aus. Störeinflüsse werden automatisch erkannt und aus der Endtemperatur eliminiert. Die Abgussüberwachung sichert damit einen lückenlosen Qualitätsnachweis des Endproduktes.

pdf-Icon Datenblatt METIS M311-Gießstrahl: Quotientenpyrometer mit Gießstrahlmodus sind unempfindlich gegen Staub und Rauch und einfach auszurichten.

Heißer Stahl in Walzwerk

Walzstraßen, Strangguss­anlagen,…

Das Heavy-Duty-Messsystem in schwerer Edelstahlausführung ist konzipiert für die kontinuierliche Temperaturmessung in Walzstraßen, Stranggussanlagen, Gießanlagen und ähnlich rauen Industriebedingungen.

pdf-Icon Anwendungsdatenblatt Temperaturüberwachung in der Stahlindustrie mit gut geschützten flexiblen Pyrometer-Messsystemen.

Mehr Erfahren

Das System ist für die Einsatzbedingungen in der Stahlindustrie optimal angepasst. Das Objektivsystem ist für bis zu 250°C ausgelegt, die Spülluft sorgt zusätzlich für Kühlung und hält das Objektivrohr und damit das Pyrometer-Sichtfeld frei von Verunreinigungen.
Die Elektronik des Messsystems wird in bis zu 30 m Entfernung in einer geschützten Position montiert.

Animation von 2 fallenden Glastropfen in Glaswerk

Glastropfen­messung

Kurzwellige Infrarotmessgeräte sind in der Lage, die Glastemperatur leicht unter der Oberfläche zu erfassen. Die Messung wird damit durch eine eventuell schon abgekühlte Oberfläche nicht beeinflusst und ist sehr gut auswertbar. Die Messung der Temperaturverteilung von Glastropfen ermöglicht die Optimierung der Heizprozesse.

pdf-Icon Datenblatt METIS M311 / M322: Quotientenpyrometer

Temperatur­profil­messung

Highspeed-Pyrometer sind in der Lage, von schnell vorbeiziehenden Teilen ein detailliertes Temperaturprofil zu erstellen. Bei langsameren Geräten werden Detailinformationen geglättet und lassen keine Auswertung wichtiger Informationen zu, damit lassen sich z.B. Rückschlüsse auf unterschiedliche Materialdicken ziehen.

pdf-Icon Datenblatt METIS H309 / H316 / H318: Highspeed-Pyrometer

Blick in einen Flammenofen

Flammen­messung

Die berührungslose Temperaturmessung von rußenden Flammen in Kohlekraftwerken, Müllverbrennungsanlagen und anderen Verbrennungsöfen wird zur Optimierung des Feuerungsbetriebes und zur Minderung von Emissionen in Brennkammern eingesetzt oder zur Vermeidung der Verschlackung von Brennkammerwänden.

pdf-Icon Datenblatt METIS M3F1: Quotientenpyrometer zur Messung von rußenden Flammen in Verbrennungsöfen

Kleine Grafik aus Pyrometer mit Messfelddarstellung

Messfeld­rechner

Der Messfeldrechner dient der Berechnung des Messfelddurchmessers vor und hinter dem fokussierten Messabstand. Dafür sind zunächst die Grunddaten einzugeben (siehe Messfeld-Tabelle in der jeweiligen Pyrometeranleitung), danach kann die Messfeldgröße bei einem gewünschten Messabstand berechnet werden.

Messfeldgrößenberechnung vor oder hinter dem Fokusabstand

Pyrometer mit Messfeldgrafik und Pfeilen für Fokusabstand und Bereiche davor und dahinter