Sehr schnell vorbeiziehende Metallteile mit Screenshot des Temperaturprofils

Highspeedpyrometer

Highspeed-Pyrometer der Serien HELIOS H4 und METIS H3 messen Temperaturen um ein vielfaches schneller als Standardgeräte und erschließen damit spezielle Anwendungsbereiche wie z.B.:

Thermische Prozesskontrolle mit gleichzeitiger Laser-Leistungssteuerung

  • in der additiven Fertigung:
    • Pulverbettschweißen (SLM / SLS)
    • Laserauftragschweißen (LMD)
  • beim Laserlöten
  • beim Laserhärten
  • beim Laser-Kunststoffschweißen.
  • Zum Erstellen detaillierter Temperaturprofile von schnell vorbeiziehenden Teilen.

Unsere Quotienten­pyrometer zeichnen sich aus durch:

  • H4: vollausgestattet mit Motorfokusobjektiv und PID-Regler zur direkten Stellgrößenausgabe.
  • H3: im kompakten Gehäuse mit integriertem Objektiv oder als Lichtleiter­ausführung. Optional mit integriertem PID-Regler zur direkten Stellgrößenausgabe.
  • Digitale Ein- und Ausgänge zur externen Gerätesteuerung sowie Ausgabe von Schaltsignalen bei Temperaturereignissen.
  • Einpunkt­abgleichfunktion für die schnelle Anpassung an die Prozess­temperatur.
  • Kommunikation über Schnittstellen­befehle möglich.

Highspeedpyrometer sind verfügbar als:

  • Einfarbenpyrometer mit einer Erfassungs­zeit von < 20 µs für über 50.000 Messungen / s (50 kHz Mess­frequenz).
  • H3-Quotienten­pyrometer mit einer Erfassungszeit von < 40 µs für über 25.000 Messungen / s (25 kHz Mess­frequenz).
  • H4-Quotienten­pyrometer mit einer Erfassungs­zeit von < 25 µs für über 40.000 Messungen / s (40 kHz Mess­frequenz).

Typische Anwendung: Integration in Lasersysteme bzw. in Laser-Bearbeitungsoptiken

Bei Laserprozessen wie der additiven Fertigung, dem Laserlöten, Laserhärten oder Laser-Kunststoffschweißen kann ein in die Laseroptik integriertes Pyrometer die Temperatur der Schmelze an der Bauteiloberfläche überwachen. Damit werden dem Laserroboter in Echtzeit Temperaturdaten geliefert, mit der die Laserleistung so geregelt wird, dass immer die benötigte Solltemperatur am Bauteil eingehalten wird.

Beispiel additive Fertigung

Bei der additiven Fertigung ist die Temperaturüberwachung und -regelung mit Pyrometern die wichtigste Voraussetzung für eine gleichmäßige Materialbeschichtung.

Erste Schichten einer additiv gefertigten Schaufel zeigen eine ungleichmäßige Materialbeschichtung

Mit konstanter Laser­leistung ergeben sich unkonstante Oberflächen­­temperaturen, die eine ungleichmäßige Material­beschichtung verursachen können.

Erste Schichten einer additiv gefertigten und geregelten Schaufel zeigen eine gleichmäßige Materialbeschichtung

Wird die Oberflächen­temperatur kontinu­ierlich überwacht, kann die Laser­ausgangs­leistung genauso kontinuierlich mitgeregelt werden und erfüllt damit eine wichtige Voraussetzung für gleichmäßige Materialbeschichtungen.

Software-Screenshot (Graph), der eine ungleichmäßige Materialtemperatur zeigt, wenn eine konstante Laserausgangsleistung verwendet wird
Software-Screenshot (Graph), der eine gleichmäßige Materialtemperatur zeigt, wenn eine geregelte Laserausgangsleistung eingesetzt wird

Typische Anwendung: Laserhärten

Temperatur­geregeltes Laser­härten erzeugt perfekte Härte­ergebnisse durch geeignete Temperatur­regelung. Auch bei ange­haltenem Laser, unter­schiedlichen Geschwindig­keiten oder Zunder. Nach Entfernen der Oxidschicht sind keine An­schmelzungen zu erkennen.

Temperatur­geregeltes Laser­härten ermöglicht selbst bei unterschiedlichen Oberflächen­bedingungen wie Gewinde­bohrungen mit dünnen oder scharfen Kanten gleichbleibende Ergebnisse ohne Abbrand.

Hinweis: Mit dem Klick auf das Video wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt. Dabei werden Daten an Google übertragen.

Messmethoden / Pyrometer-Einkopplung

Das Pyrometer kann neben dem Bearbeitungs­laser montiert auf die erhitzte Messstelle ausgerichtet werden oder in den Laserkopf mit einge­koppelt werden, die Messung erfolgt dann immer an der gleichen Stelle, an der sich der Laser befindet.

Hinweis: Mit dem Klick auf das Video wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt. Dabei werden Daten an Google übertragen.

Eingekoppelte Systeme bieten die Vorteile:

  • Abgeschlossenes System ohne Objektiv­verschmutzung.
  • On-Axis-­Ein­kopp­lungen sind auch in Laserköpfe mit Spiegel- und Rotations­scannern möglich.
  • Die Messung von komplexen Werkstück­geometrien mit Anpassung der Laser­leistung nahezu in Echtzeit bietet eine professionelle Alternative zur konventionellen thermischen Prozess­kontrolle mit Thermovisions­kameras, die lediglich die nachträgliche Qualitäts­überprüfung ermöglichen, aber nicht aktiv in den Laser-Regel-Prozess eingreifen.

pdf-Icon Unsere pdf-Broschüre „Highspeed-Pyrometer zur Laserleistungsreglung“ gibt einen Überblick über das System, Geräte und die Möglichkeiten.

Wir empfehlen immer eine persönliche Vorab-Beratung, bevor Sie sich für ein Gerät entscheiden.