
Quotientenpyrometer
Quotientenpyrometer messen die Infrarotstrahlung bei zwei nah beieinander liegenden Wellenlängen gleichzeitig und bestimmen die Temperatur durch Quotientenbildung.
Einsatz finden solche Geräte häufig bei Messungen durch verschmutzende Sichtscheiben, Dampf- oder Staubbelastungen im Pyrometersichtfeld, wenn das Messobjekt kleiner als das Pyrometer-Messfeld ist oder der Emissionsgrad des Materials unbekannt oder eine genaue Bestimmung nicht möglich ist.
Unsere Quotientenpyrometer zeichnen sich aus durch:
- 2 separate Messdetektoren für die beiden Spektralbereiche für eine sichere Messwertaufnahme auch bei niedrigen Signalstärken.
- Digitale Mikrocontroller-Signalverarbeitung für 100%ige Reproduzierbarkeit der angezeigten Messwerte.
- IR-Signalüberwachung zur Warnung bei zur starken Optik- oder Fensterverschmutzungen.

Die Quotiententechnik erlaubt auch die Bestimmung sehr spezieller Anwendungsfälle wie die Gießstrahlmessung oder die Flammenmessung. Hier sind zusätzlich noch intelligente Algorithmen integriert, die aus dem komplexen Zusammenspiel der Einzelsignale, den Signalstärken und den unterschiedlichen Emissionsgraden der Messwellenlängen ein vernünftiges Messergebnis ausgeben.
Immer dabei: Software SensorTools
zur Anzeige und Auswertung der
- Quotiententemperatur
- Temperaturen der einzelnen Messwellenlängen
- Signalstärke

Quotientenpyrometer sind in den folgenden Serien verfügbar:
FAQ
Welche Rolle spielt der Abstand der beiden Wellenlängen?
In jedem Wellenlängenbereich wird eine eigenständige Messung durchgeführt, die im Normalfall den Emisisonsgrad des Messmaterials benötigt. Da dieser sich bei der Verhältnisbildung aber wieder herauskürzt, ist es wiederum nicht nötig, ihn zu kennen.
Voraussetzung für ein fehlerfreies Messergebnis ist allerdings ein immer konstantes Verhältnis, auch wenn die Messtemperatur sich ändert. Bei vielen Materialien ändert sich der Emissionsgrad aber abhängig von der Temperatur oder auch dem Messwinkel. Je weiter die beiden Messwellenlängen nun auseinander liegen, umso stärker ändert sich bei solchen Materialien das Verhältnis, wenn sich die Temperatur ändert. Die Messabweichungen sind dann unterschiedlich groß, je nachdem, welche Temperatur gerade gemessen wird. Messgeräte mit weiter auseinanderliegenden Spektralbereichen sind nur für Messungen an sogenannten "grauen Strahlern" geignet, die es in der Regel nicht gibt.
Die Messwellenlängen bei Sensortherm-Quotientenpyrometern liegen nah beieinander, um diesen Fehler so gering wie möglich zu halten. Die Einzelmessergebnisse der beiden Spektralbereiche sind damit paralleler, was notwendig ist, um den Quotienten bei allen Messtemperaturen immer korrekt zu berechnen.
Wann muss ich das Emissionsgradverhältnis einstellen?
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